4. Rätsel zur Friedenauer Lesenacht 2012
9. Aug 2012 | Kategorie: Allgemein
Das letzte Rätsel war wohl etwas zu schwer, deshalb will ich es diesmal leichter machen.
Zu gewinnen gibt es wieder ein Ticket für die 2. Friedenauer Lesenacht am 18. August 2012
Frage:
Gesucht wird wieder der Name eines Schriftstellers. Geboren ist er in Dresden. Hat aber auch an verschieden Orten in Berlin gewohnt. Eine Zeitlang hatte er seinen 2. Wohnsitz in Friedenau.
Bekannt wurde er besonders durch seine Kinderbücher. Ausgesprochen lesenswert sind aber auch immer wieder seine Gedichte. Auch seinen eigenen Lebenslauf hat er in ein Gedicht gepackt:
Wer nicht zur Welt kommt, hat nicht viel verloren.
Er sitzt im All auf einem Baum und lacht.
Ich wurde seinerzeit als Kind geboren,
eh ich’s gedacht.
Die Schule, wo ich viel vergessen habe,
bestritt seitdem den grössten Teil der Zeit.
Ich war ein patentierter Musterknabe.
Wie kam das bloss? Es tut mir jetzt noch leid.
Dann gab es Weltkrieg, statt der grossen Ferien.
Ich trieb es mit der Fussartillerie.
Dem Globus lief das Blut aus den Arterien.
Ich lebte weiter. Fragen Sie nicht, wie.
Bis dann die Inflation und Leipzig kamen;
Mit Kant und Gotisch, Börse und Büro,
mit Kunst und Politik und jungen Damen.
Und sonntags regnete es sowieso.
Nun bin ich zirka 31 Jahre
Und habe eine kleine Versfabrik.
Ach, an den Schläfen blühn schon graue Haare,
Und meine Freunde werden langsam dick.
Ich setze mich gerne zwischen Stühle.
Ich säge an dem Ast, auf dem wir sitzen.
Ich gehe durch die Gärten der Gefühle,
die tot sind, und bepflanze sie mit Witzen.
Auch ich muss meinen Rucksack selber tragen!
Der Rucksack wächst. Der Rücken wird nicht breiter
Zusammenfassend lässt sich etwas sagen:
Ich kam zur Welt und lebe trotzdem weiter.
Nun ist es aber wirklich einfach und ich erwarte viele richtige Zuschriften an raetsel@friedenau-online.de
Einsendeschluss ist diesmal der 12.8.2012 15 Uhr.





