3,6 Millionen für neue Sportanlage am Perelsplatz
14. Jul 2009 von Christoph Kaufmann
Am Friedenauer Perelsplatz, auf dem Gelände der Friedrich- Bergius- Realschule, soll aus Mitteln des Konjunkturpaketes II eine neue Sporthalle inklusive einer Mensa und Gruppenräumen entstehen. Die Friedrich- Bergius- Oberschule wird Sekundarschule und vierzügig ausgebaut.
Die Sporthalle wird zwar nicht wettkampfgerecht sein, soll aber dem Schulsport, sowie dem Vereinssport als Trainingsmöglichkeit zur Verfügung stehen. Zudem soll die bestehende, aber völlig marode Sporthalle soweit saniert werden, dass sie weiterhin genutzt werden kann. Grundsätzlich ist es aus sportpolitischer Sicht natürlich zu begrüßen, wenn in Tempelhof- Schöneberg neue Sportanlagen –wenn auch nicht wettkampfgerecht- entstehen, da der Bezirk bekanntermaßen notorisch unterversorgt ist. Es hätte sich aber auch anders und besser gestalten können, hätte das Schulamt nicht einen Alleingang gestartet, sondern gleich – wie es übrigens das Sportförderungsgesetz vorsieht – die Interessen des Vereinssports berücksichtigt und das Sportamt an den Planungen beteiligt. Die Senatsverwaltungen für Sport und Schule haben dieser nicht dem Sportförderungsgesetz entsprechenden „Notlösung“ nur unter der Bedingung zugestimmt, dass der notwendige Ersatz für die bestehende marode Halle voll wettkampfgerecht wird. Gleichzeitig muss aber auch beim derzeitigen Bauvorhaben aufgepasst werden. Es könnte am Ende die Situation entstehen, dass aufgrund von Preissteigerungen etc. die 3,6 Millionen Euro für die Fertigstellung nicht ausreichen. Dann müsste der Bezirk für die Mehrkosten aufkommen, was er derzeit aufgrund der angespannten Haushaltslage nicht könnte. Das Thema Perelsplatz wird deshalb im Haupt- , sowie im Sportausschuss der BVV weiter auf der Tagesordnung stehen.
(Quelle: Oliver Fey, Sportpolitischer Sprecher der SPD- Fraktion)





Der Perelsplatz muß frei zugänglich bleiben!
Fussball = Freizeitsport!
Vereine und Schulen hin oder her, vor deren Hallen und Plätzen steht man mit offenen Mündern und darf beobachten, wie sie ausgebucht und vergeben sind und doch niemand zu sehen ist. Wo soll der normale Freizeitspieler hin? Lasßt uns diesen einen Platz! Der Fussball kommt von der Strasse und da geht’s ihm auch am Besten.
Der Perelsplatz wird von unzähligen Menschen aus der Umgebung ausgiebig und gerne genutzt. Kommen Sie einen beliebigen Tag der Woche auf den Platz und Sie werden sehen, wie hier alles – vom Familienvater mit seinem Nachwuchs über Schüler und Studenten bis zum Rentner, ganz gleich welchen ethnischen Hintergrunds – friedlich Seite an Seite und miteinander Fußball spielt. Seit fünf Jahren spiele auch ich hier mindestens einmal die Woche Fußball. Und noch nie, nicht ein einziges mal, wurde ich Zeuge einer wie auch immer gearteten Auseinandersetzung. Ganz im Gegenteil: Es ist ein Musterbeispiel des friedlichen Miteinanders von Menschen aller Coleur welches hier zur Disposition steht. Bedenken Sie bei Ihren Vorhaben stets, dass der friedliche Charakter des Kiezes nicht von ungefähr kommt.
Was ist denn mit ner Eissporthalle? Die gibt es auch nicht im Kiez. Oder ein Bombodrom würd ich auch super finden.
Es ist eine ganz einfache Rechnung: Dafür ist nur die DFL verantwortlich. Die wollen gar nicht, dass wir in unserer Freizeit was Sinnvolles tun (z. B. Kicken), sondern wir sollen das ganze Wochenende vorm Fernseher hocken und dem kaputtentzerrten Bundesligaspieltag frönen.
Alle Bezirks-, Sport- und Schulämter niederreißen sage ich!!!
Ungeheuerlich – es gibt so viele Menschen – Kinder, Mütter, Väter, allesamt – die jeden Tag diesen naturschönen Platz beleben und nun das? Der Fußballplatz ist hoch angesehen, wegen der freundlichen Athmosphäre. Da hört man immer, das man versucht, die Jugend vom TV und PC nach draußen zu locken und vernichtet mit einer Turnhalle genau diese Möglichkeit – Bravo, Oberschicht!