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	<title>Kommentare zu: Der Literaturnobelpreis geht nach Friedenau</title>
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	<description>Der Blog für Berlin-Friedenau</description>
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		<title>Von: Hans-Peter Thun</title>
		<link>http://www.friedenau-online.de/der-literaturnobelpreis-geht-nach-friedenau/comment-page-1#comment-660</link>
		<dc:creator>Hans-Peter Thun</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 11:15:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.friedenau-online.de/?p=576#comment-660</guid>
		<description>nein, der Literatur-Nobelpreis ging leider nicht nach Friedenau, sondern nur nach Sch&#246;neberg. Aber knapp daneben ist auch vorbei.
Herta M&#252;ller wohnt im so genannten „Malerviertel“, dass nie innerhalb der offiziellen Ortsgrenze Friedenaus lag, obschon die Medien es h&#228;ufig einverleiben. Bei einem Blick auf einen Stadtplan werden Sie aber sehen, dass die s&#252;dliche Ortsteilgrenze nie die Trasse der Stadtbahn &#252;berschreitet, sondern auf der diesseitigen Fregestra&#223;e verl&#228;uft. Nicht einmal der S-Bahnhof Friedenau liegt somit in Friedenau.

Die etwas wuschige Darstellung in der reichhaltigen Friedenau-Literatur einerseits und die bauliche Entwicklung des Ortsteils andererseits haben dazu gef&#252;hrt, dass es mittlerweile so etwas wie ein tats&#228;chliches und ein „gef&#252;hltes“ Friedenau gibt.
 Die Friedenau-Autoren berichten nur zu gerne &#252;ber Stra&#223;en und Pl&#228;tze au&#223;erhalb der Ortsteilgrenze, wenn diese etwas f&#252;r ihre B&#252;cher hergeben, ohne wenigstens zart anzumerken, dass sie sich genau genommen schon leicht au&#223;erhalb Friedenaus befinden. Oder es wird teilweise so absurd, dass dann unter der Rubrik „Stra&#223;en und Pl&#228;tze Friedenaus“ solche Stra&#223;en detailliert beschrieben werden, um dann schlie&#223;lich mit der lapidaren Anmerkung zu enden: „geh&#246;rt zu Sch&#246;neberg“. 
Mit dem Wachsen des Ortsteils „schwappte“ naturgem&#228;&#223; die Friedenau-typische Bebauung auch &#252;ber die offizielle Ortsteilbegrenzung allgemein  und hier selbst &#252;ber die  S-Bahn im S&#252;den hinaus, so dass dort vom Ambiente her gesehen eine Art Sch&#246;neberger Ortsteil Friedenaus entstand, der sogar bis 1933 postalisch die gleiche Bezeichnung wie Friedenau hatte, es war aber nie auch offiziell Friedenau.
Auf der anderen Seite: Ist es denkbar, dass ein bedeutender Literaturpreis an eine Berliner Pers&#246;nlichkeit verliehen wird, ohne dass diese in Friedenau wohnt? Na bitte – insofern haben sie doch wieder recht. Auch Karlshorst k&#246;nnte in Friedenau liegen..

Hans-Peter Thun</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>nein, der Literatur-Nobelpreis ging leider nicht nach Friedenau, sondern nur nach Sch&#246;neberg. Aber knapp daneben ist auch vorbei.<br />
Herta M&#252;ller wohnt im so genannten „Malerviertel“, dass nie innerhalb der offiziellen Ortsgrenze Friedenaus lag, obschon die Medien es h&#228;ufig einverleiben. Bei einem Blick auf einen Stadtplan werden Sie aber sehen, dass die s&#252;dliche Ortsteilgrenze nie die Trasse der Stadtbahn &#252;berschreitet, sondern auf der diesseitigen Fregestra&#223;e verl&#228;uft. Nicht einmal der S-Bahnhof Friedenau liegt somit in Friedenau.</p>
<p>Die etwas wuschige Darstellung in der reichhaltigen Friedenau-Literatur einerseits und die bauliche Entwicklung des Ortsteils andererseits haben dazu gef&#252;hrt, dass es mittlerweile so etwas wie ein tats&#228;chliches und ein „gef&#252;hltes“ Friedenau gibt.<br />
 Die Friedenau-Autoren berichten nur zu gerne &#252;ber Stra&#223;en und Pl&#228;tze au&#223;erhalb der Ortsteilgrenze, wenn diese etwas f&#252;r ihre B&#252;cher hergeben, ohne wenigstens zart anzumerken, dass sie sich genau genommen schon leicht au&#223;erhalb Friedenaus befinden. Oder es wird teilweise so absurd, dass dann unter der Rubrik „Stra&#223;en und Pl&#228;tze Friedenaus“ solche Stra&#223;en detailliert beschrieben werden, um dann schlie&#223;lich mit der lapidaren Anmerkung zu enden: „geh&#246;rt zu Sch&#246;neberg“.<br />
Mit dem Wachsen des Ortsteils „schwappte“ naturgem&#228;&#223; die Friedenau-typische Bebauung auch &#252;ber die offizielle Ortsteilbegrenzung allgemein  und hier selbst &#252;ber die  S-Bahn im S&#252;den hinaus, so dass dort vom Ambiente her gesehen eine Art Sch&#246;neberger Ortsteil Friedenaus entstand, der sogar bis 1933 postalisch die gleiche Bezeichnung wie Friedenau hatte, es war aber nie auch offiziell Friedenau.<br />
Auf der anderen Seite: Ist es denkbar, dass ein bedeutender Literaturpreis an eine Berliner Pers&#246;nlichkeit verliehen wird, ohne dass diese in Friedenau wohnt? Na bitte – insofern haben sie doch wieder recht. Auch Karlshorst k&#246;nnte in Friedenau liegen..</p>
<p>Hans-Peter Thun</p>
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